Institut für Werkstofftechnik Lehrstuhl für Materialkunde
und Werkstoffprüfung Universität Siegen

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Profil


Die Forschungsaktivitäten des Lehrstuhls befassen sich mit der Aufklärung von Zusammenhängen zwischen
der Werkstoffmikrostruktur, daraus resultierenden makroskopischen Eigenschaften und der Schädigungsent-
wicklung infolge von Ermüdungs- und/oder Hochtemperaturkorrosionsbeanspruchung. Neben der experimen-
tellen Werkstoffprüfung und -charakterisierung stellt die Modellbildung und Simulation solcher Zusammen-
hänge vor dem Hintergrund der mechanismenorientierten Lebensdauervorhersage und der gezielten Werk-
stoffoptimierung einen weiteren Schwerpunkt der Forschungsarbeit dar. In diesem Zusammenhang konnten
in den vergangenen Jahren wichtige Beiträge zum Verständnis und zur Modellierung der thermomechanisch-
en Ermüdung, der Hochtemperaturkorrosion, der Kurzrissausbreitung und der Wasserstoffversprödung
verschiedener moderner oder neuer metallischer Werkstoffe erzielt werden. Neben den vorwiegend grundlagenorientierten Forschungsprojekten werden am Lehrstuhl für Materialkunde und Werkstoffprüfung auch Serviceleistungen und Auftragsforschung für Industrieunternehmen durchgeführt. Damit erstrecken sich die Arbeitsrichtungen in einem weiten Bogen von der Materialphysik über die Beschreibung realitätsnaher Schädigungsmechanis- men bis hin zur Beurteilung technischer Schadensfälle.

 
Prof. Christ





Forschungsschwerpunkte


  • Zyklisches Verformungsverhalten metallischer Werkstoffe (Materialermüdung)
  • Hochtemperaturverformungsverhalten bei einsinniger und zyklischer Beanspruchung
    (Kriechen, Hochtemperaturermüdung, thermomechanische Ermüdung)
  • Korrosionsverhalten metallischer Werkstoffe bei hoher Temperatur und Wasserstoffversprödung
  • Biomechanik
  • Modellierung des Werkstoffverhaltens




Mitarbeiter und Einrichtungen


Der Lehrstuhl für Werkstoffkunde und Materialprüfung beschäftigt zur Zeit 32 wissenschaftliche und technische Mitarbeiter, welche in ihrer
Arbeit durch eine größere Anzahl von studentischen Hilfskräften sowie Bachelor- und Masterarbeitern unterstützt werden. Die Forschungs-
aktivitäten des Lehrstuhls erfolgen auf etwa 1.000 qm Büro- und Laborfläche mit folgender Geräteausstattung:


  • 8 servohydraulische und 2 elektromechanische Universalprüfmaschinen (z.T. ausgestattet für Hochtemperaturversuche im Vakuum bzw. in definierten Gasatmosphären und z.T. für Tieftemperaturversuche)
  • Hochfrequenzermüdungslabor mit 3 Ultraschallermüdungsprüfmaschinen (20 kHz), einem servohydraulischen 1000Hz Prüfsystem, einem Resonanzpulser (bis 260 Hz), Umlauf- bzw. Wechselbiegemaschinen, einer Torsionswechselmaschine und einer 4-Punkt-Biegeresonanzprüfmaschine zur Rissausbreitungsmessung
  • piezoelektrische Ermüdungsprüfmaschine zum Einbau im Rasterelektronenmikroskop
  • 10 Zeitstandapparaturen
  • Rasterelektronenmikroskop (mit EDX, WDS und EBSD/OIM-System zur automatisierten Orientierungsmessung)
  • Dual Beam (Focused Ion Beam und High Resolution Scanning Electron) Microscope Helios Nanolab (FEI)
  • High-Throughput Transmissionselektronenmikroskop mit TEM/STEM Tomographie
  • Moderne Metallographie
  • Korrosionslabor mit Thermowaagen, volumetrischer Messapparatur, Wasserstoffanalysator und Kohlenstoff/Schwefelanalysator)
  • Wärmebehandlungslabor mit Vakuumöfen und Schutzgasofen

Neben den Forschungsaktivitäten bietet der Lehrstuhl als Angebot an die Industrie die vorhandene Geräteausstattung zur Analyse von Schadensfällen an und gibt beratende Hilfestellung bei der Werkstoffauswahl. Weiterhin finden am Lehrstuhl regelmäßige Fortbildungsveranstaltungen zu den Themengebieten Ermüdungsverhalten metallischer Werkstoffe sowie Werkstoffprüfung für Fortgeschrittene statt.








Kontakt


Institut für Werkstofftechnik
Lehrstuhl für Materialkunde und Werkstoffprüfung
Prof. Dr.-Ing. habil. Hans-Jürgen Christ

Universität Siegen
Paul-Bonatz-Str. 9-11
57068 Siegen

Telefon: 0271/740-4657
Telefax: 0271/740-2545
E-Mail:
Internet: http://www.mb.uni-siegen.de/lmw/?lang=de